DEAD STILETTOS, SAVAGE RHYTHM CLUB / 26.05.2026 - Hamburg, MS Hedi
"... Bereits jetzt sind die Jungs und die Dame vom Savage Rhythm Club an ihren Instrumenten.
Und die kennen wir alle ja auch schon! Da hat es sich doch gelohnt, jahrelang ein treuer Leser dieser lokalen Garage-Rock und Surf-Punk Schmonzette zu sein! Da steht ja praktisch ein Best of des Hamburger Rocks vor uns! Von den Beasts Cord Sicko am Schlagzeug und mighty Kid „The Kid“ Kupfer am Bass! Am Organ von den Cheating Hearts nicht Viva Zapata, sondern Viva Valli! Und an der Guitar und den Vox the one and only Stu Black! Da denke ich, ich werde doch bekloppt! Aber halt…einer fehlt da doch! Wo ist der exzentrische Sänger und Gitarrist Ray Orson? Bekannt durch die Bands The Beasts, Thee Drongos und vieler anderer mehr! Der ist leider nicht dabei, wird aber angeblich im Publikum gesichtet. Ich vermute, nach seiner super Idee mit den Wrestling-Masken bei den Drongos und den Mumien-Bandagen bei den Beasts war es auch sein Einfall, dass der SRC in roten Trainingsanzügen auftritt. Einfach nur genial, oder? Ich hoffe, dass er diesem Club ebenfalls noch beitritt, um praktisch mit so einer Twin-Guitar-Attack und Wechselgesang den Garage-Punk-Rock ganz neu zu definieren.
Wobei, den Wechselgesang gibt es jetzt auch schon bei diesem Auftritt. Und zwar zwischen Cord Sicko und Stu Black! Letzterer ist übrigens seit Jahrzehnten bei jeder Wahl zum attraktivsten Rock-Musiker Hamburgs unter den Top 10 vertreten; auch heute wieder bringt er besonders das weibliche Publikum zum Kreischen. Es wird aber auch eine Bühnenshow von ihm geliefert, die auf engstem(!) Raum alles rausholt, was drin ist. Da wird gekniet, geschrubbt und die Rübe geschüttelt. Stu wäre aber nicht Stu, wenn er sich nicht nach jedem abgerockten Song die gegelten Haare kämmen würde. Da die Musik etwas wilder als die der Cheating Hearts ist, muss er dies auch öfter und so fliegt ein benutzter Kamm nach dem anderen in das schnaubende Publikum. Kleine Info an die Kamm-Sammler unter der Leserschaft: Die Kämme sind erneut auf 100 Stück limitiert und mit Logo versehen. Das marmorierte Plastik lässt sie zudem hochpreisig wirken – angeblich werden sie nahe Finkenwerder in Heimarbeit von Oma Pötter beklebt und dort auch handnummeriert. Vermutlich sind nur noch 99 derer im Umlauf, da einer aus einem der geöffneten Fenster von Stu unabsichtlich direkt in die Elbe befördert wird. Das nur als Hinweis für Komplettisten…alle 100 bekommt keiner mehr zusammen.
Sei´s drum, schneller Garage Rock/Punk mit starkem 60s Vibe wird nun gespielt, die E-Gitarre jault, Stu kreischt die Vocals in das Micro und im Hintergrund orgelt die Orgel, die Viva Valli mit leicht gelangweiltem Gesichtsausdruck und mit kompliziert wirkender Fingerakrobatik bedient. Bei Tori Amos sieht das anders aus, aber die spielt ja auch keinen geilen, heißen Garage Rock! Ein Auftritt, wie er zu erwarten war! Im Herbst hoffentlich die gleiche Chose wieder! Das ist momentan Hamburgs heißester Scheiß!"
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